Stellungnahme der Solinger Naturschutzverbände zum 3. Bauabschnitt der Trasse der ehemaligen Korkenzieherbahn

12.10.2005

Grundsätzlich haben die Naturschutzverbände RBN, NABU und BUND keine Einwände gegen den Ausbau der Korkenziehertrasse zu einem Rad- und Wanderweg. Da die Trasse aber in diesem Bereich häufig die Grenze zwischen bebauter Fläche und der freien Landschaft bildet, möchten wir Ihnen einige Anregungen und Bedenken mitteilen.
- Da in einigen Bereichen größere Rodungsarbeiten im Bereich der ehemaligen Gleiskörper stattfinden bzw.. schon stattgefunden haben,, sollten diese durch entsprechende Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern ausgeglichen werden (nicht nur durch Goldrobinien).Sinnvoll wäre hier die Anlage ruhiger Gebüsche, da der zu erwartende Freizeitbetrieb auf der Trasse für die Vögel, die hier zahlreich sind, doch eine Störung darstellt. Auch das Anbringen von Nistkästen könnte den Verlust von Brutmöglichkeiten ausgleichen.
- Falls möglich sollten an geeigneten sonnigen Stellen auch blütenreiche Sträucher wie Weißdorn, Schmetterlingsflieder oder Heckenrosen gepflanzt werden. An einer Stelle hinter dem Gräfrather Bahnhof ist z.B. ein sehr alter Weißdorn gefällt worden, hier sollte entsprechend Ersatz geschaffen werden.
- Die offensichtlich diskutierte Beleuchtung der Trasse ist auf jeden Fall in diesem sensiblen Grenzbereich zur offnen Landschaft abzulehnen.
- Falls dies von den Besitzverhältnissen her möglich ist, sollte eine extensive Bewirtschaftung des Nümmener Feldes als eventuelle Ausgleichsmaßnahme überlegt werden, da diese Wiese im Randbereich einige Magerzeiger wie Straußgras und Kammgras aufweist.
- Die alten Robinien am Museum Baden sollten als landschaftsprägende Bäume auf jeden Fall erhalten bleiben. (Aus den Unterlagen geht die genaue Trasse in diesem Bereich nicht hervor).
Mit freundlichem Gruß

Helmut Sang NABU Ortsverband Solingen

Thomas Blos RBN Ortsverband Solingen

Sibylle Hauke BUND Kreisgruppe Solingen

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