Erklärung bergischer Umwelt- und Naturschutzverbände zur Biologischen Station Mittlere Wupper

Solingen, im Juni 2000

“Wie der moderne Sozialstaat ohne die öffentliche Förderung der privaten sozialen Träger von den Kindergärten über die Altenpflegestätten bis hin zu den Rettungsdiensten nicht denkbar wäre, so entwickeln sich die Biologischen Stationen in NRW zu den Zellkernen eines neuen wissenschaftlich-praktischen Naturschutzes.”

Dieses Zitat von Thomas Neiss (MURL) ist eindrucksvoll durch die fachlich kompetente und engagierte Arbeit der mittlerweile 37 Biologischen Stationen in NRW bestätigt worden.

Bis vor kurzem konnte trotz der vom Land angestrebten flächendeckenden Einrichtung von Biologischen Stationen das Gebiet des Bergischen Städtedreiecks nicht durch eine solche abgedeckt und betreut werden. Nicht zuletzt im Prüfbericht des Landes zur Förderung von Biologischen Stationen aus dem Jahre 1995 wurde das Betreuungsdefizit in der Bergischen Region vermerkt.

Aufgrund des erwiesenen Handlungsbedarfs nahm mit Unterstützung des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft (MURL), der Landesanstalt für Ökologie und Bodenordnung (LÖBF) und der Bezirksregierung Düsseldorf die Biologische Station Mittlere Wupper Ihre Arbeit in Solingen auf. Hierzu wurde zwischen der Stadt Solingen und dem aus Verbänden des ehrenamtlichen Naturschutzes bestehenden Trägerverein ein Vertrag über 12 Betreuungsgebiete in Solingen abgeschlossen. Erklärtes Ziel und Wunsch der Bezirksregierung ist die Erweiterung des Tätigkeitsfeldes der Biologischen Station Mittlere Wupper auf das gesamte bergische Städtedreieck, also Wuppertal, Remscheid und Solingen.

Die Unterzeichner dieser Erklärung setzen sich nachdrücklich für die Gründung einer gemeinsamen Biologischen Station der Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen ein.

Die gemeinsame Biologische Station Mittlere Wupper und die bereits existierenden umweltpädagogischen Einrichtungen sollen als inhaltlich unterschiedlich ausgerichtete Institutionen nebeneinander existieren können und sich somit wirkungsvoll ergänzen.

Mit dem Konzept “Gemeinsame Biologische Station für das Bergische Städtedreieck” möchten wir die Öffentlichkeit sowie die Vertreterinnen und Vertreter von Verwaltung und Politik über Ziele, Aufgabenbereiche und Förderungsmöglichkeiten einer gemeinsamen Biologischen Station informieren.

Die unterzeichnenden Umwelt- und Naturschutzverbände bitten die Verwaltung und die Parteien um Unterstützung des Projektes einer gemeinsamen Biologischen Station für das Bergische Städtedreieck. Wir schlagen daher vor, die Verwaltung der Städte Wuppertal und Remscheid damit zu beauftragen, Gespräche mit dem Trägerverein der Biologischen Station Mittlere Wupper, der Bezirksregierung und der Stadt Solingen aufzunehmen, mit dem Ziel eines Betreuungsvertrages für eine gemeinsame Biologische Station der Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen ab dem Jahr 2000.

* Dr. Wolfgang Kolbe (1. Vorsitzender); Naturwissenschaftlicher Verein Wuppertal e.V.
* Martin Lücke; LNU-Wuppertal
* M. Brauer; BUND-Wuppertal
* Günther Rosahl (1.Vorsitzender); NABU, Stadtverband Remscheid e.V.
* Horst Braun (Vorsitzender); RBN, Ortsverband Remscheid
* Ulrike Schaksmeier (Vorsitzende); Verein Natur- und Vogelschutz Remscheid
* Maria Schulz (1. Vorsitzende); BUND, Kreisgruppe Solingen
* Fernand Willig (1. Vorsitzender); RBN, Ortsverband Solingen
* Helmut Pötzsch (1. Vorsitzender); AKFSG
* Hölterhoff (1. Vorsitzender); NABU, Stadtverband Solingen e.V

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